Bericht vom virtuellen Praxisnetzwerk DLL: Einführung in die Nutzung der Video-Box (SUB)

Das Treffen des Praxisnetzwerks fand diesmal aufgrund der COVID19 Pandemie nicht wie üblich im Großen Seminarraum in SUB sondern virtuell statt. Je nach Dauer der Kontakteinschränkungen wird auch der nächste Termin im Mai ggf. per Videokonferenz stattfindet.

Nach einer kurzen Vorbesprechung zu den Themen der kommenden Treffen stellte Damla Yildirim die VBox vor. Anhand der folgenden Folien führte sie die Gruppe in die Benutzung der Video-Box ein, die sich im Erdgeschoß der SUB befindet und zur Zeit aufgrund der COVID19 Pandemie leider nicht benutzt werden kann. Die Folien illustrieren die Ausstattung der Box und die zur Verfügung stehende Software. Neu hinzugekommen ist das Open Source Programm OBS Studio als Alternative zur etablierten Camtasia Software. Als Auszeichnungssoftware für Sprache stehen Audacity und der Sprachrekorder von Windows zur Verfügung. Es ist möglich, Folien zu präsentieren und dabei auch handschriftliche Anmerkungen zu machen, die dann mit im Video aufgezeichnet werden. Eine PTZ Kamera erlaubt die Aufzeichnung des eigenen Bildes, das z.B. in das Video als PIP eingeblendet werden kann. Eine Dokumentenkamera bietet die Möglichkeit, animierte Figuren zu legen oder einfach analoge Materialien zu integrieren. Ein Teleprompter unterhalb der Kamera ermöglicht das Ablesen von Text in verschiedenen Geschwindigkeiten, die man einstellen kann. Die Box eignet sich damit besonders zur Aufzeichnung von E-Lectures (Erklärvideos) in den unterschiedlichsten Formaten: Screencast, Slidecast, Whiteboard-Stil, Lege- und Zeichentechniken, Videopodcasts usw. Damit können unterschiedliche eigene Lernmodule, z.B. für die Verwendung in StudIP, erstellt werden. Der Zugang zur Box kann über den gleichnamigen StudIP Kurs gebucht werden. Die Schlüssel zur Kabine müssen bei DLL im Blauen Turm abgeholt und zurückgebracht werden. In der Diskussion wurde auch die aktuelle Perspektive für digitale Lehre im kommenden Sommersemester (2020) erörtert. Die ursprünglich geplante Begehung der Kabine muss aus naheliegenden Gründen entfallen.

Ein Protokoll des Treffens kann hier eingesehen werden. Weitere Informationen zur VBox auch in diesem Blogbeitrag.

  • Nächstes Treffen: Donnerstag, 07.5.2020, 12:15 – 13:45 Uhr (Input: N.N.: Datenschutz und aktuelle Entwicklung der digitalen Lehre im Zeichen der COVID19 Pandemie in Göttingen“. Siehe hierzu auch: https://www.uni-goettingen.de/de/623412.html

Digitale Medien und Ressourcen für Forschung und Lehre – aktuelle Erweiterungen der Angebote aufgrund der COVID19 Pandemie #closedbutopen

[update 12.06.20]

Ab dem 15.6.2020 gelten in den Bibliotheken der SUB verlängerte Öffnungszeiten. Eine Übersicht findet sich hier:

https://www.sub.uni-goettingen.de/sub-aktuell/einzelansicht/oeffnung-der-sub-standorte-zum-lernen-und-arbeiten-verlaengerung-der-oeffnungszeiten/

 

[update 04.06.20]

In der Bereichsbibliothek der Kulturwissenschaften (BBK) sind wieder einige Arbeitsplätze zur Benutzung freigegeben, vgl. https://www.sub.uni-goettingen.de/standorte-raumangebote/standorte-mit-oeffnungszeiten/bereichsbibliothek-kulturwissenschaften/ In den Institutsbibliotheken laufen bereits Vorbereitungen für die Nutzung von Arbeitsplätzen mit Unterstützung der Stabsstelle Sicherheit.

[update 29.5.20]

Aktuelle Informationen zur Digitalen Fernleihe: die SUB informiert unter https://www.sub.uni-goettingen.de/sub-aktuell/einzelansicht/einstellung-des-scan-deliver-dienstes-und-der-elektronischen-kopienlieferung-der-fernleihe/ , dass die Elektronischen Kopienlieferung wieder eingestellt  wird. Der Scan & Deliver-Dienst und die elektronische Kopienlieferung der Fernleihe wurden in der Anfangsphase des Corona-Lockdowns ermöglicht durch ein Abkommen zwischen der Kultusministerkonferenz der Länder und den Verwertungsgesellschaften VG Wort und VG Bild-Kunst. Die Vereinbarung ist bis zum 31.5.2020 begrenzt und wurde nun leider nicht verlängert. Vor diesem Hintergrund muss die SUB Göttingen den Scan & Deliver-Dienst und die elektronische Kopienlieferung der Fernleihe an Endnutzerinnen und Endnutzer zum 31.5.2020 einstellen. Die SUB Göttingen ist hier an die rechtlichen Rahmenbedingungen gebunden und kann daher diesen Service nicht fortführen.

[meine persönliche Meinung dazu: wie SCHADE! VG Wort und Bild-Kunst vergeben eine wichtige Chance zur Digitalisierung in der Wissenschaft!!! JW]

Scan & Deliver-Dienst

Um Bestellungen für den Scan & Deliver-Dienst weiter zu vereinfachen, können Sie ab sofort die gewünschten Scans einfach über den Göttinger Universitätskatalog (GUK) mit ihrem Benutzerkonto bestellen.

Bitte beachten Sie, dass auch weiterhin fünf Aufsätze oder Buchabschnitte nur im vom Urheberrechtsgesetz vorgegebenen Maße gescannt und verschickt werden können– ein Aufsatz pro Zeitschrift oder 10% eines Werkes – und weiterhin Aufträge für 1. Lehre und 2. Abschlussarbeiten priorisiert werden.

Bitte recherchieren Sie die Literatur, die Sie bestellen wollen, im Göttinger Universitätskatalog (GUK).
Wenn eine Publikation für diesen Service verfügbar ist, finden Sie dort den Link „Scan & Deliver-Service“, der Sie zum Bestellformular führt.
Im weiteren Verlauf müssen Sie sich mit ihrem SUB-Benutzerkonto anmelden und genauere Angaben zum gewünschten Teil der Publikation machen.

Besondere Bestände aus unseren Spezialsammlungen, die nicht im GUK nachgewiesen sind, können Sie auch im Rahmen des Scan & Delivery-Service bestellen. Bitte verwenden Sie dazu diesen Einstieg in das Bestellformular und melden sich zunächst mit Ihrem SUB-Benutzerkonto an und machen Sie anschließend im Formular Angaben zum gewünschten Werk.

[update 22.4.20]

„Die ursprünglich bis zum 19.4.20 befristeten Services sind jetzt im Zuge des Semesterbeginns erweitert worden. Ab dem 20.4.20 gelten daher neue Regelungen:

  1. Scan-and-Deliver:  Ab dem 20. April können Studierende, Lehrende und Mitarbeitende das Scannen von Aufsätzen und Buchauszügen in Auftrag geben. Dazu sollte folgendes Formular genutzt werden.
  2. Notausleihe: In einer ersten Ausbaustufe für Lehrende und Mitarbeitende ist bereits eine Notausleihe eingeführt. Der Infektionsschutz wird nun auf den Massenbetrieb ausgelegt, und dann die Notausleihe auch für Studierende geöffnet. Es wird darum gebeten, dass zunächst max. 5 Bestellungen pro Person pro Tag aufgegeben werden. Bitte richten Sie Ihre Bestellwünsche via E-Mail direkt an die jeweilige Bibliothek, deren Bestände Sie bestellen möchten. Für die Philosophische Fakultät besonders relevant sind dabei folgende Bibliotheken:

Beachten Sie , dass in der E-Mail neben den vollständigen Titeldaten die Signatur des Werks sowie Ihre SUB-Benutzernummer angegeben werden müssen. Unvollständige Bestellungen können leider nicht weiterbearbeitet werden. Die Bereitstellung der Medien kann je nach Standort variieren und bis zu drei Tage in Anspruch nehmen. In der Zentralbibliothek können die Medien dann täglich zwischen 11:00 und 12:00 abgeholt werden.“ (Ausschnitte aus einem Informationsschreiben der SUB)

Detaillierte Informationen auch unter:
https://www.sub.uni-goettingen.de/servicemonitor/

[24.03.20]

Aufgrund der Bibliotheksschließungen ist zur Zeit auch die Versorgung mit gedruckter Literatur nur eingeschränkt möglich. Nun rächt sich, dass wir (rechtlich) in Deutschland nicht in der Lage sind, digitale Fernleihe (= Auslieferung von Fernleihbestellungen in digitalem Format) zu nutzen. Aber vielleicht ist die Situation ja auch eine Chance, dass sich in diesem Bereich etwas bewegt… Wenn man über Enteignungen nachdenkt und Mieter besonders schützt, könnte man auch überlegen, geistiges Eigentum zumindest für einen begrenzten Zeitraum zu vergemeinschaftlichen. Damit aus social / physical distancing nicht am Ende noch „intellectual distancing“ wird – vor allem für die, die sich einen bezahlten Zugang nicht leisten können.

Derweil überlegen sich schon die Verlage und Bibliotheken, wie trotzdem der Zugang zu Literatur und Datenbanken möglich sein könnte. Über die bestehenden Abonnements hinaus bieten verschiedene Bibliotheken nunmehr erleichterte Zugangsbedingen an.

Die SUB Göttingen hat eine Seite mit Zusatzangeboten erstellt, die dauernd aktualisiert wird. Aktuell gibt es dort erweiterte Zugänge zu Bloomsbury Collections, JStore, Muse sowie Nomos und Tectum eLibraries. Die Buchbeschaffung ist dort aktuell bis zum 19.4.20 folgendermaßen möglich:

Sofern Forschende und Lehrende dringende Buchbeschaffungswünsche haben, bitten wir daher während des aktuellen Notbetriebs wie folgt vorzugehen:

    1. Der/die Wissenschaftler*/in leitet den Buchwunsch an die gewohnten Ansprechpersonen in den Bereichsbibliotheken oder die zuständigen Fachreferate (Geistes- und Gesellschaftswissenschaften / Lebens- und Naturwissenschaften) mit möglichst genauen bibliografischen Angaben (Verfasserin bzw. Verfasser, Titel, Erscheinungsjahr) per E-Mail.
    2. Die SUB prüft, ob der Titel für die Universität als Ebook bereitgestellt werden kann, benachrichtigt den/die Wissenschaftler*in, ob bzw. zu welchen Konditionen der Titel als Ebook beschafft werden kann und bittet um Freigabe der Beschaffung als Ebook sowie Übermittlung der Kontaktdaten und Kostenstellen bei Bearbeitung der Rechnungen durch das DLZ der SUB.
    3. Falls der Titel nicht als Ebook beschafft werden kann, erfolgt eine Prüfung an der SUB, ob der Titel bereits an der Universität vorhanden ist und wie der aktuelle Verfügbarkeitsstatus ist. Die SUB teilt dies dem/der Wissenschaftler*in mit.
    4. Wenn der Titel bereits vorhanden ist, erfolgt keine Beschaffung, da zurzeit davon ausgegangen wird, dass in Kürze ein Notbetrieb für die Ausleihe etabliert werden und der Titel dann aus den vorhandenen Beständen bereitgestellt werden kann. Wirklich nur bei höchster und Dringlichkeit sollte in dieser Situation ein weiteres Exemplar des Buches auf dem unter 5. beschriebenen Weg beschafft werden. Bitte bedenken Sie dabei auch, dass mit den dadurch entstehenden Kosten vollständig das Budget Ihrer Einrichtung belastet wird.
    5. Wenn der Titel noch nicht vorhanden ist, entscheidet der/die Wissenschaftler*in, ob er/sie den Titel direkt über einen allgemein verfügbaren kommerziellen Dienst (bevorzugt den lokalen Buchhandel) zunächst privat beschafft. Im Falle der Beschaffung kann der Titel nach Rückkehr der Universität in einen Präsenzbetrieb im Rahmen der Auslagenerstattung zu Lasten der eigenen Kostenstelle der Bereichsbibliothek übergeben und durch die SUB inventarisiert werden. Der Auslagenerstattung ist dann die entsprechende Email-Kommunikation mit der SUB beizufügen. Dieses Verfahren muss unbedingt eine zeitlich begrenzte Ausnahmeregelung für besonders dringende Fälle bleiben. Die Dringlichkeit der auf diesem Weg erfolgenden Beschaffung ist bei der Abrechnung nachvollziehbar zu belegen. Ist dies nicht überzeugend, erfolgt keine Erstattung.

Diese Verfahrensweise gilt zunächst befristet bis max. zum 19.4.2020. Einen Überblick über den aktuellen Stand aller Services der SUB Göttingen finden Sie unter https://www.sub.uni-goettingen.de/servicemonitor/

Nicht vergessen sollte man gerade in diesen Zeiten die Möglichkeiten, die die Nationallizenzen uns bieten: https://www.nationallizenzen.de/

Bemerkenswert ist auch die Initiative der Bayrischen Staatsbibliothek, die  eine kostenlose vereinfachte Anmeldemöglichkeit inkl. Nutzung der digitalen Lizenzen dort bietet, allerdings zunächst befristet bis 30. April 2020. https://www.bsb-muenchen.de/recherche-und-service/anmelden-ausleihen-bestellen/anmelden/vereinfachtes-zulassungsverfahren/

Last but not least: Internet Archive eröffnet weltweite “National Emergency Library” mit 1,4 Mio. sofort ausleihbaren Buchtiteln #closedbutopen. Gesehen auf auf https://archivalia.hypotheses.org/ , dem immer lesenswerten Blog des streitbaren Klaus Graf.

Wenn mir weitere Interessante Angebote bekannt werden, werde ich die Informationen hier aktualisieren und erweitern.

Neues Videokonferenztool Big Blue Button bei der gwdg und andere Tipps für das mobile Arbeiten – (updated)

Hier einige Neuigkeiten von der gwdg zu den Themen Videoconferencing und mobiles Arbeiten. Daumen hoch von mir für die schnelle Reaktion von gwdg und DLL auf die insgesamt ja doch sehr unübersichtliche Situation!

Big Blue Button

Ursprünglich war Jitsi Meet von der gwdg getestet worden, aber inzwischen haben die Test ergeben, dass Big Blue Button die bessere Alternative darstellt und die Kapazitäten werden entsprechend ausgebaut. Nähere Infos zu diesem Tool  findet man unter https://info.gwdg.de/news/neues-videoconferencing-tool-bigbluebutton/

Mobiles Arbeiten

Mobiles Arbeiten jenseits vom Büroarbeitsplatz stellt besondere Anforderungen an die IT-Unterstützung.

Im Folgenden stellen wir einige typische Tools und Dienste vor, die Sie über die GWDG beziehen können:

  • Videoconferencing: Mit Kolleg*innen bzw. Kooperationspartnern online kommunizieren kann ein guter Ersatz für ein physisches Meeting sein. Wir stellen Ihnen DFNconf und Zoom zur Verfügung. In Kürze folgen auch JITSI, Cisco Webex und Microsoft Teams. Bitte beachten Sie, dass einige dieser Dienste aktuell unter hoher Auslastung leiden.
  • Chat: Rocket.Chat ist unser gut etabliertes Angebot, um sich im Team oder Gruppen auszutauschen. Es ist vergleichbar mit kommerziellen Lösungen wie Slack, Telegram oder WhatsApp. Update: Hier gibt es übrigens ein sehr übersichtliches Tutorial zu RocketChat.
  • Kollaboratives Arbeiten: Mit Rocket.Chat, CodiMD, OnlyOffice und weiteren Diensten unterstützen wir Sie beim gemeinsamen Arbeiten und Forschen.
  • Datenaustausch: Die GWDG stellt Ihnen eine Reihe von Diensten zum Datenaustausch zur Verfügung, darunter die GWDG ownCloud, die Academic Cloud oder auch SharePoint. Nutzen Sie diese, um Dokumente auszutauschen und diese sicher in unseren Rechenzentren zu speichern.
  • VPN-Zugang: VPN ermöglicht Ihnen den Zugriff auf Dienste, Server und E-Medien von außerhalb des Göttingen Campus. Hier stellen wir aktuell insbesondere sicher, dass diese Zugänge in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.
  • E-Learning: Da momentan nicht abzusehen ist, ob zum (verschobenen) Semesterbeginn Präsenzveranstaltungen möglich sein werden, evaluieren wir gemeinsam mit dem Service für Digitales Lernen und Lehren der Universität zusätzliche Möglichkeiten für Online-Vorlesungen. Mehr dazu in Kürze.

Die jeweiligen Links leiten Sie auf Übersichtsseiten mit mehr Informationen zu den verschiedenen Werkzeugen und Diensten.

Der #WirVsVirus Hackathon – 20. bis 22. März 2020

Der #WirVsVirus Hackathon

WirVsVirus

Gemeinsam mit der Bundesregierung schaffen wir den digitalen Beteiligungsprozess in der Corona-Krise. Überall in Deutschland arbeiten Individuen an Lösungen. Der #WirVsVirus Online Hackathon ist der digitale Raum, in dem wir alle gemeinsam Lösungen für neu auftretende Herausforderungen entwickeln, testen und verbessern können.

Bis Freitagmorgen hat die Bundesregierung sowie jede:r Bürger:in Zeit, Herausforderungen einzureichen. Was sind derzeit die drängendsten Herausforderungen? Für welches Problem wünschst Du Dir eine Lösung? Frag‘ Deine Freund:innen und Familie und lass‘ Dich inspirieren.

Am Freitag kannst Du Dich entscheiden, an welcher der Herausforderungen Du die nächsten 48 Stunden arbeiten möchtest. Du kannst Dich mit Freunden registrieren und mit ihnen ein Team bilden oder Du trittst einem Team bei, das sich um eine Herausforderung formiert. Wenn Du Lust hast, hast du einen Platz!

Anmeldung:

WirVsVirus

Angebote der SUB: Sprechstunde XXL am 19.2.2020 von 13:00-16:00 Uhr, Nordcampus

Die SUB Göttingen bietet für interessierte Studierende eine Sprechestunde zu digitalen Themen (z.B. Statistik, Python etc.) an. Die nächste Beratung findet auf dem Nordcampus mit Fokus auf die Natur- und Lebenswissenschaften statt, ist aber auch ein interessantes Angebot für alle an Digital Humanities interessierte. Die Veranstalter würden sich über reges Interesse auch aus diesem Studienbereich sehr freuen.

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Sprechstunde XXL am Nordcampus am 19.2.2020

Keine passende Literatur für die Seminar- oder Abschlussarbeit gefunden? Den roten Faden verloren? Schreibblockaden? Sie wissen nicht, wo und wie Sie anfangen sollen? Schwierigkeiten bei der Statistik? Probleme beim Zitieren? Ihr Literaturverwaltungsprogramm, MS Word oder MS Excel machen nicht, was Sie wollen? Fragen zu LaTeX, BibTex oder Python?

Kommen Sie zur Sprechstunde XXL am Nordcampus! Naturwissenschaften, Lebenswissenschaften, Umweltwissenschaften

Ort: Bereichsbibliothek Physik, Friedrich-Hund-Platz 1 – der Weg dorthin ist ausgeschildert.

Termin: Donnerstag, den 19.2.2020, 13:00-16:00 Uhr

Weitere Details unter: www.sub.uni-goettingen.de/-mLuKP

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Digitale Tools für DLL – Top 200 für 2019

Die Zahl der Tools im Bereich der Digital Humanities und des digital unterstützten Lernens und Lehrens (DLL) ist groß und unübersichtlich. Britta Saile hat sich der Mühe unterzogen eine Liste solcher Tools im Rahmen ihrer Diplomarbeit zu erstellen und unter der Lizenz CCby SA 4.0 zu veröffentlichen. Ihre Excel-Datei mit der Liste findet sich unter dieser Adresse. Die Einträge wurden von mir mit Blick auf die Hochschullehre überarbeitet und selektiert sowie die Einsatzbereiche aus der Tabelle selber aggregiert.  Das Ergebnis findet sich jetzt unter dem Reiter „Tools“ auf dieser Seite:

Ebenfalls einen Übersicht zu Tools im Bereich des E-Learning stellt der Annual Learning Tool Survey des Centre for Learning & Performance Technologies, (C4LPT) zur Verfügung. Das Directory bietet einen strukturiereten Zugang zu tools aus den Bereichen Instruction, Content Development, Social, Personal and Learning Resources. Die top-200 Liste der tools findet sich unter dieser Adresse. An Möglichkeiten zum Einsatz digitaler Medien und Werkzeuge in der universitären Lehre herrscht jedefalls kein Mangel!

Jane Hart (Centre for Learning & Performance Technologies, UK) stellt seit 2007 die beliebtesten digitalen Lehr- und Lerntools zusammen. Grafik: Jane Hart, Weiterverwendung unter Namensnennung gestattet, https://www.toptools4learning.com

Nächstes Treffen Praxisnetzwerk DLL in der Philosophischen Fakultät am 26.03.2020, 12:15-13:45 Uhr virtuell im DFNconf: Einführung in die Nutzung der Video-Box (SUB)

Das nächste Treffen unseres Praxisnetwerks DLL in der Philosophischen Fakultät findet am Donnerstag, den 26.03.2020 von 12:15 -13:45 Uhr aufgrund der COVID19 Krise virtuell statt. Das Thema diesmal ist: Einführung in die Nutzung der Video-Box (SUB). Den Input wird Damla Yildirim (DLL) vorbereiten.

Wir freuen uns auf interessante virtuelle Diskussionen! Die Ergebnisse des letzten Treffens vom 23.01.20 (How social annotation can augment learning: insights from the ICAP model) finden sich in folgendem Post.

Bericht vom Praxisnetzwerk DLL am 23.01.2020: How social annotation can augment learning: insights from the ICAP model.

Das Treffen fand im Januar erstmalig als Videokonferenz statt und beschäftigte sich mit dem Einsatz von Tools wie „Lacuna Stories“ oder „hypothes.is“ im Hochschulunterricht, die „soziale“ Annotationen an Texten oder Webseiten erlauben. Den Input und theoretischen Unterbau zur Verwendung solcher Tools lieferte Jan Frode Hatlen (NTNU Norwegen). Das Treffen fand in englischer Sprache statt und die Videokonferenz wurde mit Logitech-Group Hardware per DFNconf durchgeführt.

Nach der Vorstellungsrunde stieg die Gruppe sofort inhaltlich in das Thema „Soziales Annotieren“ ein. Dabei geht es um Systeme, die eine gemeinsame Annotation von Texte erlauben und verschiedene Möglichkeiten zur Kollaboration für Studierende und Lehrende bereitstellen. In einem kurzen vergleichenden Blick auf die Situation in der Lehre an Norwegischen und Deutschen Universitäten konstatierte Jan Frode Hatlen eine Bewegung von der Vorlesung hin zu gemischten und interaktiven Lernmethoden. Mit Bezug auf Studien von Donovan & Bransford et al. erläuterte er die Vorteile eines „metakognitiven“ Ansatzes in der Lehre, der Studierenden helfen kann, Kontrolle über den Lernprozess zu erlangen, indem sie Lernziele definieren und den Fortschritt aktiv beobachten. Dabei liegt der Fokus auf dem Lernergebnis. Im ICAP Ansatz (Interactive, Constructive, Active, Passive) spielt die Interaktion als Wegbereiter für einen aktiven und tiefgreifenden Lernprozess eine wichtige Rolle.

An diesem Punkt setzen interaktive Annotationswerkzeuge an, die den Lernenden neue Möglichkeiten zur Interaktion mit dem Material, z.B. Texten, geben. Jan Frode Hatlen erläuterte das am Beispiel der Nutzung von Lacuna Stories (http://www.lacunastories.com/), einem serverbasierten Annotationswerkzeug, das vor einigen Jahren von der Universität Stanford entwickelt wurde. Es erlaubt Annotationen in Texten anzubringen und über diese dann gemeinsam in der Gruppe zu diskutieren. Die zur Verfügung stehenden Ansichten gehen dabei deutlich über die Möglichkeiten von geteilten Dokumenten wie Google Docs oder ähnlich hinaus. Die Nutzung kollaborativer Annotationstools befördert den Dialog zwischen den Studierenden und zwischen Studierenden und Lehrenden. Gemeinsam können neue und tiefer gehende Einsichten und Interpretationen entstehen. Diskussion und Argumentation werden eingeübt und bestehende Wissensbestände werden besser aktiviert und helfen, die neuen Informationen einzuordnen.

Weitere Beispiele für solche sozialen Annotationswerkzeuge sind hypothes.is oder NowComment, mit dem Webseiten annotiert werden können. Informationen über weitere Werkzeuge bietet die Seite Tools (https://digiphilfak.uni-goettingen.de/tools/ ) und das Wiki unter dem Stichwort Lacuna Stories: https://digiphilfak.uni-goettingen.de/enzyklopaedie/lacuna-stories/ . Die Folien des Vortrags sind wie üblich online und über OwnCloud sowie StudIP verfügbar.

Siehe auch:

  • Ghadirian, Hajar & Salehi, Keyvan & Mohd Ayub, Ahmad fauzi. (2018). Social annotation tools in higher education: A preliminary systematic review. International Journal of Learning Technology. 13. 130. 10.1504/IJLT.2018.092096.
  • A. Krouska, C. Troussas and M. Virvou. (2018) „Social Annotation Tools in Digital Learning: A Literature Review,“9th International Conference on Information, Intelligence, Systems and Applications (IISA), Zakynthos, Greece, 2018, pp. 1-4. doi: 10.1109/IISA.2018.8633609
    URL: http://ieeexplore.ieee.org/stamp/stamp.jsp?tp=&arnumber=8633609&isnumber=8633585

Das nächste Treffen findet Donnerstag, den 26.3.2020, von 12:15 – 13:45 Uhr statt. Den Input bereitet Damla Yildirim (DLL) vor.  Es geht um eine „Einführung in die Nutzung der Video-Box (SUB).

 

Praxistest: die neue VBOX (Video-Box) in der SUB, Hauptgebäude, im Arbeitsbereich „Lehrbuchsammlung“ im Foyer

Ich möchte gerne über meine Erfahrungen mit der neuen VBOX in der SUB berichten, die ich in den letzten Wochen ausprobieren durfte. Zunächst einige Basisinformationen. Die VBOX ist ein schall-gedämmter Raum, in dem Lehrende und Studierende Videoaufzeichnungen und Screencasts mit professionellem Equipment machen können. Neben einer Kamera gibt es Mikrofone und die Möglichkeit, freie Annotationen und Stiftzeichnungen beizufügen. Eine Ausstattungsliste und viele weitere Hinweise finden sich hier.

Es gibt zudem online eine ausführliche Anleitung und auch in der Kabine liegt eine Mappe mit einer genauen Bedienungsanleitung. Aber es ist trotzdem ratsam, wenn man mit dem Videoequipment und der Camtasia Software zur Videoaufzeichung- und Bearbeitung nicht vertraut ist, sich in die Bedienung der Hard- und Software einweisen zu lassen. Sonst kann es passieren, dass man an irgend einer Stelle des Aufnahemprozesses auf ein Problem trifft, dass eine erfolgreiche Videoaufzeichnung verhindert. Aber der Reihe nach…

Den Zugang zum Raum verwaltet DLL. Der Schlüssel kann bei  Dr. Damla Yildirim abgeholt werden. Der nächste Schritt ist dann, die Licht und die Lüftung einzuschalten. Der kleine schall-gedämmte Raum wird schnell stickig, vor allem wenn man mit mehreren Personen (also max. zu zweit) darin arbeiten will. Aus Platzgründen sind mehrere Personen eigentlich auch gar nicht möglich. Nach dem Einschalten des Rechners (der steht unter dem Tisch, der andere, kleine auf dem Board ist für den Teleprompter) muss man sich mit seinem GWDG bzw. stud. Account anmelden. Dann steht einem eine Windows 10 Oberfläche und z.B. auch das virtuelle Laufwerk zur Verfügung, auf dem man vorher z.B. seine Powerpoint abgelegt hat, mit der man den Screencast machen will. Der erste Schritt ist dann, die Camtasia Software (ganz oben links auf dem Desktop) zu starten. Dort muss man das Dateiformat für die Aufzeichnung auswählen. Wenn man einen Screencast ohne Kameraaufnahme (nur mit Ton) machen will, dann kann man das .avi Format wählen. Aber mit Kamera muss man .trec, ein proprietäres Format von Camtasia, wählen. Anschließend kann es eigentlich schon loslegen. Wenn die richtigen Mikrofone (die beiden rechts und links vom Teleprompter) ausgewählt sind, kann man die Aufzeichnung starten. Wenn der Pegel für das Mikrofon einen Ausschlag zeigt, dann sollte der Tonaufnahmen nichts mehr im Wege stehen. Überprüfen kann man das dann nach der Aufnahme, wenn man die Kopfhörer verwendet. Die Musikboxen, die sich auch in der Kabine finden, sollte man nicht verwenden, da es sonst zu Rückkoppelungen mit den Mikrofonen kommen kann. Ist halt alles sehr eng beieinander. Als Default wird der gesamte Desktop mit der Camtasia Software aufgezeichnet, man kann aber auch Ausschnitte definieren. Wenn man einen Screencast mit einer Powerpoint macht, sollte man lieber nicht die Camtasia AddIns für Microsoft Powerpoint nutzen, die einem automatisch nach dem Start von Powerpoint angeboten werden. Diese Steuerung funktioniert im vorhandenen Setup nicht und man ist schnell frustriert, wenn man zwar alles  richtig bedient, aber dann doch keine Aufzeichnung stattfindet. Auch aus diesem Grunde ist die  Einführung durch Dr. Damla Yildirim empfehlenswert, die einem vor solchen Stolperfallen bewahren kann.

Wenn man schließlich alles fertig aufgenommen hat, dann muss man die Videodatei entweder direkt vom lokalen Laufwerk D: auf sein Speichermedium oder ein Netzwerklaufwerk kopieren (nie direkt auf ein Netzlaufwerk aufnehmen, da das Netzwerk nicht genug Bandbreite hat) oder aber die Videoaufnahme der Camtasia Software im Programm weiter bearbeiten und dann erst extern sichern. Das geht eigentlich ganz einfach (wenn man weiß wie :-). Die rohe Videodatei kann aus dem oben Fenster nach unten in den Bearbeitungsbereich per drag und drop gezogen werden. Erst dann steht ganz oben rechts im Programm ein Exportbutton zur Verfügung, mit dem das Video dann auch direkt in Formate wie mp4  gespeichert werden  kann. Am Ende heißt es dann aufräumen und alle Geräte wieder ausstellen, damit der oder die Nachfolgerin alles so vorfindet, wie es ursprünglich war.

Die VBOX bietet neben der beschriebenen Basis-Videoaufnahme-Funktionalität noch weitere Möglichkeiten, die Aufnahmen möglichst professionell zu gestalten. Da ist z.B. der Teleprompter (mit dem eigenen kleineren Rechner links in der Box auf dem Schreibtisch). Damit kann man sich eine Textdatei anzeigen lassen, die man dann (z.B. als Erläuterungen für Folien) ablesen kann.

Dafür ist der kleine Monitor vor der Kamera (die man mit einer Fernbedienung bequem einstellen kann) gedacht. Ein weiteres Werkzeug ist die Dokumentenkamera (ebenfalls links auf dem Schreibtisch), mit der man z.B. kleine Trick(lege)filme drehen kann oder einfach nur analoges Material mit in den Film einbinden kann.

Das alles wird über das Camtasia Aufnahmefenster gesteuert und je nach Auswahl der Quelle, nimmt dann die Hauptkamera oder die Dokumentenkamera auf. Das ebenfalls vorhandene zusätzliche Audioequipment braucht man für „normale“ Aufnahmen eher nicht, aber wer da Ambitionen hat, dem hilft Dr. Damla Yildirim auf jeden Fall gerne weiter, um das möglichst perfekte Lehr- oder Lernvideo zu produzieren. Durch die Kabine ist die Videoerstellung für den Unterricht ein Stück einfacher geworden und das Angebot wird direkt seit dem Start auch sehr gut angenommen. Man sollte möglichst zwei Wochen im voraus buchen, aber manchmal ist auch kurzfristig noch ein Slot frei, den man dann über ein Kalendertool buchen kann. Ich würde mich sehr freuen, wenn auch in der Philosophischen Fakultät die Eine oder der Andere das neue Angebot nutzen und so mehr digitale Medien für den Unterricht bereitstellen werden.

Jörg W.

 

 

 

Vortragshinweis: „Digital Classroom Lab. How to teach History in the Future?“ – Ein Werkstattbericht zur Einrichtung eines geschichtsdidaktischen Laborraumes (Jun.-Prof. Dr. Christian Bunnenberg, Bochum), Freitag, 06.03.2020, 11:00-11:50 Uhr, Historisches Gebäude der SUB, Vortragssaal, Göttingen

Im Rahmen der Tagung „Geschichtsdidaktische Hochschullehre“  am 5. und 6. März 2020 in Göttingen ist der Vortrag „Digital Classroom Lab. How to teach History in the Future?“ – Ein Werkstattbericht zur Einrichtung eines geschichtsdidaktischen Laborraumes von Jun.-Prof. Dr. Christian Bunnenberg, Bochum, angekündigt. Er findet im Historischen Gebäude der SUB von 11:00 – 11:50 Uhr statt. Man kann sich für die Tagung bis Ende Januar 2020 mit dem folgenden Formular anmelden. Einen Überblick zum Tagungsprogramm findet man unter: http://www.hsozkult.de/event/id/termine-41919