Bericht vom Treffen des Praxisnetzwerks DLL an der Philosophischen Fakultät. Thema: H5P und Serious Interactive Games (19.09.2019)

Das Treffen des Praxisnetzwerks zum Thema „H5P und Serious Interactive Games“ fand am 19. September 2019 in der SUB, Großer Seminarraum im 1. Stock, statt. Der Input  wurde von Alexandra Schreiber und Johanna El Quardy (beide IKG-IKK, NICE) vorbereitet. Natalia Lesniewska (DLL) berichtete anschliessend über den Stand der Implementation von H5P in ILIAS und StudIP an der Universität Göttingen.

Nach einem kurzen (Vor-)Spiel mit dem SumMIT Game stieg die Gruppe mit einem Input von Alexandra Schreiber in das Thema ein. Um selber praktische Erfahrungen zu sammeln, hatten TeilnehmerInnen einen Satz Tablets mit dem interaktiven Spiel zur Verfügung und konnten es selber ausprobieren. Es handelt sich um ein interaktives Mehrspieler Game, mit dem Zusammenarbeit und Interaktion gefördert werden sollen. Alexandra Schreiber stellte zunächst das interkulturelle Kompetenzzentrum, das NICE Projekt und die zugrundeliegenden theoretischen Annahmen vor, auf denen Interaktive „Serious Games“ beruhen. Der Ansatz basiert auf Training mit erfahrungsbasierten Methoden macht sich dabei zunutze, dass Spielende i.d.R. authentisch im sozialen Miteinander sind. Eingebundenheit fordert Aufmerksamkeit, es gibt einen dynamischen Spielverlauf und die eigenen Aktionen haben Einfluss auf den Verlauf Spiels. Das gemeinsame Spiel schafft positive Emotionen, provoziert künstliche Konflikte und schafft damit Reflexionsanlässe über das eigene Verhalten.

Im zweiten Teil des Inputs stellte Johanna El Quardy das Open Source Projekt H5P als Erweitungsmöglichkeit digitaler Lehrangebote vor. H5P ist ein Open Source Projekt, das von der norwegischen Firma Joubel seit 2013 betreut wird und von der öffentlich finanzierten „Norwegian Digital Learning Arena“ (NDLA) initiiert wurde. Es basiert auf HTML5 und Javascript und wird seit 2015 immer häufiger im Kontext von DLL eingesetzt. Auf der Webseite www.h5p.org kann man einen kostenlosen Account anlegen und aus mehr als 35 Content Types passende interaktive Elemente in seine Lernumgebung einbinden. Das kann entweder über die Einbettung von Code in die eigene Webseite mit Hilfe eines iframe geschehen oder aber durch Integration eines Plugin in die Content Management Umgebung der eigenen Lernplattform (StudIP, Ilias, Moodle, WordPress etc.). Die Verwendung eines Plugins hat den Vorteil, dass die Ergebnisse der Quizze zugänglich sind. Bei einer reinen Einbettung über HTML sind diese Daten nicht zugänglich.

Nach dem Input berichtet Natalia Lesniewska (DLL) über den Fortschritt der Integration von H5P in Ilias und StudIP an der Uni Göttingen. Die Integration in Ilias wurde inzwischen umgesetzt, aber ist bislang nur auf Administratorebene zugänglich. Ein roll out des Tools ist aber bis zum Beginn des Wintersemesters (ca. 15.10.19) geplant. Zu diesem Zeitpunkt wird es auch ein Schulungskonzept und Materialien geben, mit denen der Einstieg in diese allemal schon niederschwellig zu bedienende Lernumgebung noch einfacher werden wird.

Für weitere Informationen zu den Inputs siehe die beiliegenden Folien .

Ein Protokoll des Treffens findet sich hier.

Stellenangebote am Institut für Digital Humanities in Göttingen

Wir möchten auf zwei Stellenangebote am Institut für Digital Humanties in Göttingen hinweisen, für die man sich ab sofort und bis spätestens 17.09.2019 bewerben kann:

1. 

wissenschaftliche_r Mitarbeiter_in (w/m/d)

mit 100 % der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit (zzt. 39,5 Stunden/Woche) befristet für die Dauer von zunächst drei Jahren zu besetzen. Die Entgeltzahlung erfolgt nach Entgeltgruppe 13 TV-L.

Ihre Aufgaben
– Mitwirkung am Forschungsprojekt „EGRAPHSEN“ (s. https://www.uni-goettingen.de/de/598165.html)
– Mitwirkung an den Lehrveranstaltungen gem. § 31 NHG und bei der Studienberatung
– Mitarbeit bei der Verwaltung der Studiengänge sowie von Bibliothek und e-Learning-Angeboten
– Eigene Forschung

Ihr Profil
– abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium in Klassischer Archäologie, bevorzugt mit Promotion
– Bereitschaft, eine Qualifikationsarbeit mit einem Thema aus dem Bereich der Digitalen Vasenforschung anzufertigen
– einschlägige Sprachkenntnisse in Englisch

Vollständige Ausschreibung unter: https://www.uni-goettingen.de/de/305402.html?cid=14556

2.

wissenschaftliche_r Mitarbeiter_in (w/m/d)

mit 65 % der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit (zzt. 25,87 Stunden/Woche) befristet für die Dauer von zunächst drei Jahren zu besetzen. Die Entgeltzahlung erfolgt nach Entgeltgruppe 13 TV-L.

Ihre Aufgaben
– Mitwirkung an den Lehrveranstaltungen gem. § 31 NHG und bei der Studienberatung
– Mitarbeit bei der Verwaltung der Studiengänge sowie von Bibliothek und e-Learning-Angeboten
– Unterstützung bei den anfallenden IT-Aufgaben
– Mitarbeit an Forschungsprojekten der Abteilung „Bild und Objekt“
– Eigene Forschung zur Anfertigung einer Dissertation

Ihr Profil
– abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium in Informatik oder in einer Bildwissenschaft (Klassische Archäologie, Kunstgeschichte, etc.)
– Erfahrungen im Bereich der Digital Humanities
– Bereitschaft, eine Qualifikationsarbeit in einem Thema aus dem Bereich der Digitalen Bild- und Objektwissenschaft anzufertigen
– einschlägige Sprachkenntnisse in Englisch

Vollständige Ausschreibung unter: https://www.uni-goettingen.de/de/305402.html?cid=14555

Tagungshinweis: UPtoDATE: Hochschullehre im digitalen Zeitalter, 24.10.19, Greifswald

Das Greifswalder Projekt interStudies_2 wird das Thema UPtoDATE: Hochschullehre im digitalen Zeitalter in seiner diesjährigen Tagung am 24. Oktober 2019 in den Fokus rücken. Ziel der Veranstaltung ist es, in Plenarvorträgen, Workshops und Posterpräsentationen neue Perspektiven zu eröffnen, Impulse für die eigene Lehrpraxis zu geben sowie Strategien für die Digitalisierung der Hochschullehre vorzustellen und zu erörtern. Digitale Lehr-Lern-Formate sowie Praxisbeispiele werden präsentiert und hinsichtlich ihres adäquaten Einsatzes in der Hochschullehre diskutiert.

Auf dem Programm stehen Workshops zu Themen Gamification, Podcasts, Moodle, Webinare, Inverted Classroom und Lernvideos.

Mehr Informationen gibt es hier.

Zwei neue Projekte zur Internationalisierung und Digitalisierung im Wintersemester 19/20: SpeELE und „Digitalisierung in der Schule“

Im Wintersemester wird es zwei neue Projekte zur Internationalisierung und Digitalisierung mit Beteiligung der Philosphischen Fakultät bzw. des ZELB geben. Zum einen das Projekt SpiELE: Spanischdidaktik im Dialog und ein Projekt von Torben MAU und David Salim (ZELB) zur Digitalisierung in der Schule. Weitere Informationen dazu finden sich auf der folgenden Seite:

https://www.uni-goettingen.de/de/erfahrungen+%26+good+practices/537156.html

  • SpiELE: Spanischdidaktik im Dialog mit ELE (Espaῆol lengua Extranjera)
    Das Lehrprojekt zielt darauf ab, Lehramtsstudierenden in der Spanischdidaktik neue Perspektiven auf ihr Fach und auf den internationalen Diskurs der Spanischdidaktik in Verbindung mit dem Alltag in deutschen Schulen zu ermöglichen. Dafür sollen zehn digitale Lehr-Lerneinheiten in Kooperation mit renommierten internationalen Expert*innen der Spanischdidaktik zu konzipiert werden. Thematisiert werden dabei jeweils in thematischer und praktischer Ausrichtung fünf innovative Felder der Spanischdidaktik.
    Das Projekt wird im Wintersemester 2019/20 gefördert und wird von Jun.-Prof. Dr. Marta García García (marta.garcia@phil.uni-goettingen.de) geleitet.
     
  • Grenzüberschreitender Austausch zum Thema Digitalisierung in der Schule
    Im Rahmen des Projektes sollen zwei Module für das Zusatzangebot Lehramt PluS entstehen, um vertiefende Angebote zum bereits laufenden Projekt ITElab (Initial Teachers Education Lab), das durch die europäische Kommission gefördert wird, anzubieten. Ergänzend zum Online-Kurs „The neworked Teacher – Teaching in the 21st century“ des ITElabs, der erstmals im WiSe 18/19 von Studierenden belegt werden konnte, sollen blended-learning-Einheiten in Form von Webinaren entstehen, um die Vernetzung mit Studierenden anderer europäischer Partneruniversitäten zu ermöglichen. Die Veranstaltung „Working with Learners“ wird als joint classroom mit dem University College Dublin angeboten, um Studierenden einen Erfahrungsaustausch und eine Zusammenarbeit über Grenzen hinweg zu ermöglichen.
    Das Projekt erhält eine Förderung für das Wintersemester 2019/20 und wird durch Torben Mau (torben.mau@zentr.uni-goettingen.de) und David Salim (salim@mygatekeeper.de) geleitet.

 

Göttinger Studierende lernen das Auswerten von Datensätzen

Ich möchte einen Artikel im heutigen GT zum Anlaß nehmen, auch in unserem Rahmen über das Projekt „Daten Lesen Lernen“ zu berichten, das in diesem Sommersemester gestartet ist und die Möglichkeit bietet, Data Science vom ersten Semester an kennen zu lernen.

Beginnend mit dem Sommersemester 2019 wird „Data Literacy Basics“ als gemeinsames Angebot des Göttingen Campus unter Federführung des Zentrums für Statistik, mit begleitenden Tutorials als neue Lehrveranstaltung zur Vermittlung grundlegender Datenkompetenzen für Bachelorstudierende angeboten. Die Veranstaltung findet wöchentlich statt und beinhaltet pro Woche jeweils zwei Stunden Vorlesung und Tutorials im DataLab, so dass die Studierenden die relevanten Konzepte praktisch durch die Auswertung geeigneter Datensätze erlernen.

Momentan ist die Veranstaltung als Teil des universitätsweiten Schlüsselkompetenzangebots wählbar. Für das Sommersemester 2020 ist vorgesehen, die Lehrveranstaltung in die Curricula der Philosophischen Fakultät, der Sozialwissenschaftlichen Fakultät, der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und im Bereich Lehrerausbildung in geeigneten Studiengängen fest zu verankern. Dabei wurde bewusst ein Fokus auf geistes- und sozialwissenschaftliche Fächer gewählt, in denen die Vermittlung von Datenkompetenzen besonders großes Innovationspotenzial hat. Für das Sommersemester 2021 ist geplant, weitere Fakultäten in diesen Prozess einzubeziehen.

Die Lehrveranstaltung setzt den Fokus insbesondere auf den:

  • methodenbasierten Inhalten der Vorlesung,
  • fachspezifischen Inhalten der Übungsaufgaben in den Tutorials,
  • dem Bereitstellen von Lerninhalten und Übungsdatensätzen in Form von offenen, online verfügbaren und mit der Vorlesung abgestimmten Modulen,
  • einem durchgängigen „Hands-on“ Ansatz mit direktem Einsatz erlernter Methoden und
  • einem frühen Einbinden lokaler Unternehmen, Forschungseinrichtungen und gesellschaftlicher Akteure in die Konzeption der Lehrinhalte sowie in die Generierung von praxisnahen Übungsbeispielen und Abschlussprojekten.

Die Vorlesung wird interaktiv durch den Einsatz einer browserbasierten Programmierumgebung unterstützt, welche allen Studierenden ohne zusätzlichen Aufwand mit einem Universitätsaccount auf dem eigenen Laptop zur Verfügung steht.

DatenLesenLernen_Ablauf
Weitere Informationen findet man auf der Seite: https://www.uni-goettingen.de/de/daten+lesen+lernen/592287.html

Nächstes Treffen Praxisnetzwerk DLL in der Philosophischen Fakultät am 19.9.2019, 12:15-13:45 Uhr, SUB, Großer Seminarraum: H5P und interaktive Serious Games

Das nächste Treffen unseres Praxisnetwerks DLL in der Philosophischen Fakultät findet am Donnerstag, den 19.09.2019 von 12:15 -13:45 Uhr in der SUB, Platz der Göttinger Sieben im Großen Seminarraum (1. Stock) statt. Das Thema diesmal ist: H5P und interaktive Serious Games. Den Input weden Alexandra Schreiber und Johanna Hemmersbach (IKG-IKK, NICE) vorbereiten. Anmeldungen gerne über das Formular rechts auf der Seite, damit wir etwas planen können. Wir freuen uns auf interessante Diskussionen. Das Treffen ist wie immer im Stil eines Brown Bag Lunch. Die Ergebnisse des letzten Treffens vom 20.06.19 (Ilias und E-Prüfungen) finden sich in folgendem Post.

Bericht vom Praxisnetzwerk DLL am Donnerstag, 20.6.2019 in der SUB Göttingen: Thema: „Ilias und E-Prüfungen“

Das Treffen des Praxisnetzwerks zum Thema „Ilias und E-Prüfungen) fand am 10. Juni 2019 in der SUB, Großer Seminarraum im 1. Stock, statt. Der Input wurde von Carmen Mata Castro (SRP) und Frauke Reitemeier (SEP) vorbereitet.

Nach dem kurzen organisatorischen Vorlauf stieg die Gruppe mit einem Input von Frauke Reitemeier in das Thema ein. Für die TeilnehmerInnen stand einen Testzugang zum Ilias Prüfungssystem zur Verfügung. Um selber praktische Erfahrungen mit der Prüfungssituation und der Software zu sammeln, hatten die TeilnehmerInnen 15 Minuten Zeit, den Test: „Diagnostic Practical English Language Test – Grammar“ zu absolvieren. Es handelt sich dabei um einen diagnostischen Test, der es Lehrenden und Studierenden ermöglichen soll, den aktuellen Stand der Kenntnisse und Fähigkeiten besser einzuschätzen und spezifisch Schwächen zu kompensieren. Der Test verwendet ein Plugin, das ursprünglich von DAF entwickelt wurde und vom SEP nachgenutzt wird. Nach dem (Selbst-)test tauschten sich die TeilnehmerInnen über die Erfahrungen aus. Es wurde beobachtet, dass das korrekte Verständnis der Frage eine gewisse Vorbereitung (Probeklausur) braucht, um Missverständnissen vorzubeugen. Es wurde angeregt, Instruktionen und Testfragen separat anzuzeigen, damit die Aufgabe deutlicher wird. Dies ist aus technischen Gründen bei mehreren unterschiedlichen Instruktionen auf einer Seite bei Ilias nicht möglich.

Im zweiten Teil des Inputs stellte Carmen Mata Castro die Ergebnisse einer Umfrage zum Einsatz von E-Prüfungen in der Romanistik vor. Es handelt sich dabei um eine Erhebung nach der Durchführung einer E-Prüfung, in der die Studierenden um feedback zur Zufriedenheit mit der Prüfungsform befragt wurden. Ein interessantes Ergebnis war, dass 63% der TeilnehmerInnen die E-Prüfung im Vergleich zur herkömmlichen Papierklausur eher als Nachteil empfanden und in Zukunft lieber wieder auf Papier arbeiten würde. Die Kritik umfasste u.a. folgende Aspekte: schlechterer Überblick, nachträgliches Anschauen der Klausur nicht möglich, mehr Flüchtigkeitsfehler, Tastatureingabe, Sonderzeicheneingabe, keine Notizen online vorgesehen u.v.m. Für weitere Aspekte siehe die beiliegenden Folien des Vortrags.

Ein Protokoll des Treffens findet sich hier.

Ausstellung: „Methoden der Digital Humanities“, Foyer des KWZ, Göttingen, 15. Oktober 2019 – 11:00 Uhr Eröffnung!

Die Digital Humanities – als Fach oder auch als Sammlung von digitalen Werkzeugen – besitzen ein breites Methodenspektrum zur Erforschung von Fragestellungen, die sich im Kontext geisteswissenschaftlicher Forschung ergeben. Seit dem Sommersemester 2019 gibt es an der Philosophischen Fakultät ein Angebot von Lehrveranstaltungen in den Digital Humanities, mit dem ein Zertifikat erworben oder in Masterstudiengängen ein Modulpaket studiert werden kann. Außerdem wird der Bereich der Schlüsselqualifikationen bedient. Die geplante Ausstellung soll die Studierenden und Lehrenden für diese neue Entwicklung sensibilisieren und einen Dialog initiieren, in dessen Rahmen die neuen Studienmöglichkeiten bekannt gemacht und Möglichkeit der Integration von digitalen Methoden in die geisteswissenschaftliche Forschung und Lehre aufgezeigt werden.

Zentrale Vermittlungsträger werden Poster sein, die Projekte und Methoden der Digital Humanities vorstellen und dabei zugleich einen Überblick zu Göttinger Forschungsprojekten aus diesem Bereich bieten. Hinzu kommen Stationen mit rechnergestützten Präsentation digitaler Objekte und Methoden, die über einen Bildschirm auch prozedurale Aspekte vermitteln.

Um an der vorbereitenden Übung teilzunehmen, die in der Woche vor der Ausstellung stattfindet, bitte hier im StudIP eintragen.