Einladung Praxisnetzwerk DLL an der Philosophischen Fakultät am 24.09.2020 um 12:15 Uhr, virtuell, Thema: „Virtualisierung im Hybridsemester. Herausforderungen der Verbindung von Präsenzlehre und Virtueller Lehre“

Das nächste Treffen unseres Praxisnetwerks DLL in der Philosophischen Fakultät findet am Donnerstag, den 24.09.2020 von 12:15 -13:45 Uhr aufgrund der COVID19 Krise virtuell statt. Das Thema diesmal ist: „Virtualisierung im Hybridsemester. Herausforderungen der Verbindung von Präsenzlehre und Virtueller Lehre. „ Statt einem Input hat Corinna Albrecht, die den Vorschlag zu diesem Thema gemacht hat,  einige Fragen zusammegetragen, die wir gerne diskutieren würden.

  • Was braucht es für technische Mittel und Voraussetzungen, um an einer Präsenzveranstaltung auch Studierende teilnehmen zu lassen, die nicht vor Ort sind? Wie können wir diese Voraussetzungen schaffen?
  • Welche Tools oder Techniken braucht es, für die der Bereich digitales Lernen auch in der vorlesungsfreien Zeit vermehrt Angebote machen könnte.  Hier ist zum Beispiel an das Erstellen kleiner technisch niedrigschwelliger Videos gedacht, die zwischen Gruppen vor Ort und off-campus austauscht werden könnten.
  • Welche technisch wenig aufwendigen Möglichkeiten gibt es für kollaboratives Lesen und Schreiben. Wichtig ist hier wirklich die einfache Realisierbarkeit und dann die Einbindung in Lehrveranstaltungen oder Gruppenarbeiten (z.B. gemeinsame Bearbeitung von PDFs in der Cloud etc.) . (Tools: CovePDF, Edji, filestage, lacunastories)

Es steht zu erwarten, dass sich bis Ende September auch noch eine Reihe von neuen Entwicklungen ergeben, die wir dann aufnehmen können.   Falls zu diesem Zeitpunkt ein physisches Treffen schon wieder möglich sein sollte, werden wir einen entsprechenden (realen) Raum dafür rechtzeitig bekannt geben (voraussichtlich der Großer Seminarraum 1. Stock der SUB (Zentralgebäude)) und auch für die Möglichkeit der virtuellen Teilnahme sorgen.

Wir freuen uns auf interessante virtuelle Diskussionen!

Bericht vom virtuellen Praxisnetzwerk DLL: „Kritische Digitalwissenschaften“ – Digitalität und Digitales Lernen und Lehren als kulturelle Praxis vor und nach COVID19

Das virtuelle Treffen startete mit einer Vorstellungsrunde und mit einer kurzen Besprechung zu den Themen des nächsten Wintersemesters. Die Ergebnisse finden sich am Ende dieses kurzen Berichts.

Anschließend stellten Malte Dreyer und Jörg Wettlaufer einige Folien zur Einführung in die Thematik vor. Die beiden Inputs nahmen das Thema aus verschiedenen Perspektiven und Blickwinkeln auf. Malte Dreyer näherte sich aus einer Bibliotheks- und Informationswissenschaftlichen Perspektive. Jörg Wettlaufer beschäftigte sich mit der Fundamentalkritik, die dem Digitalen Lernen und Lehre und der Digitalisierung überhaupt von Kritikern wie Manfred Spitzer entgegentritt.

Malte Dreyer widmete sich nach einigen Anmerkungen aus der Perspektive einer Benutzungsabteilung einer Bibliothek dem Begriff der Digitalisierung und bestimmte diesen näher im Kontext seines Inputs. Anschließend modellierte er die Lehre als Kommunikationsprozess, der durch die Digitalisierung für Lehrende und Studierende transformiert wird. Aber auch Lehrinhalte und didaktische Konzepte unterliegen dieser Transformation. Er schloss mit einem Vorschlag zur Gestaltung digitaler Lehrinhalte, der sich an die FAIR Prinzipien der Forschungsdatenspeicherung anlehnt.

Jörg Wettlaufer beleuchtete zunächst schlaglichtartig, was Kritiker des digitalen Lernens und Lehrens bewegt. Anhand von aktuellen Publikationen und Presseäußerung zu diesem Thema fasste er die hauptsächlichen Kritikpunkte der Fundamentalkritik, wie sie von Spitzer und anderen vorgetragen werden, zusammen. Dabei sind die „Gefahren“, die neue Medien und Digitalisierung mit sich bringen (Sucht, Aufmerksamkeitsstörungen etc.) nicht von der Hand zu weisen, aber die von Fundamentalkritikern vertretene völlige Abstinenz erscheint im Kontext der modernen digitalen Transformation aller Bereiche des menschlichen Lebens nicht zielführend. Vielmehr muss versucht werden, digitale Kompetenzen als Voraussetzung für Digitales Lernen und Lehren sowie einen verantwortungsvollen Umgang mit den Möglichkeiten einer digitalisierten Welt zu vermitteln. Einige Statistiken zu Herausforderungen, Problemen und Hindernissen digitaler Lehre schlossen den Input ab.

In der Diskussion wurde besonders auf die aktuelle Situation digitalen Lernens und Lehrens Bezug genommen, die durch die COVID 19 Pandemie und virtuelle Lehre sowie Prüfungen bestimmt ist.  Ebenfalls wurde das Thema Digitale Transformation und Medienkompetenz allgemeiner diskutiert. Details zur Diskussion finden sich wie immer im Protokoll des Treffens, das auch über StudIP und Owncloud zur Verfügung steht.

(Vorläufige) Ergebnisse der Termin- und Themenfindung für das Wintersemester 2020/21:

  • 24.09.2020 – Parallele Virtualisierung im Hybridsemester. Verbindung von Präsenzlehre und Virtueller Lehre (Input ?)
  • 19.11.2020 – Erste Erfahrungen mit Online-Prüfungen @home (Input ?)
  • 21.01.2021 – Digitalisierungskonzept der Philosophischen Fakultät und COVID-19 – (Jörg Wettlaufer)
  • 25.03.2021 – Wie schafft man soziale Nähe im Studium trotz Virtualisierung der Lehre (Input ?)

Nächstes Treffen: Donnerstag, 24.9.2020, 12:15 – 13:45 Uhr voraussichtlich zu dem Thema „Parallele Virtualisierung im Hybridsemester. Verbindung von Präsenzlehre und Virtueller Lehre“ (Input: NN) statt. Freiwillige für die Vorbereitung eines Input, auch für andere Themen, sind sehr willkommen!

Bericht vom virtuellen Praxisnetzwerk DLL: „Datenschutz und aktuelle Entwicklung der digitalen Lehre im Zeichen der COVID19 Pandemie“ am 7.5.2020

Das virtuelle Treffen mit etwa 20 TeilnehmerInnen startete mit einer Vorstellungsrunde und mit einer kurzen Besprechung zum Thema des nächsten Treffens, das für den 9.7.2020 vorgesehen ist. Der Vorschlag, als Thema eine kritische Reflexion über „Digitalisierung“ vorzusehen, wurde angenommen.

Anschließend stellte Jörg Wettlaufer einige Folien zur Einführung in die Thematik „Datenschutz in der digitalen Lehre“ vor. Er bezog sich dabei vor allem auf Fragen der Datensicherheit bei Video-Konferenztools. Hier stellte er insbesondere das Werkzeug „Zoom“ vor, das in den vergangenen Wochen und Monaten in der Presse hinsichtlich Datenschutz stark kritisiert wurde. Sicherheitsbedenken wegen des Datenschutzes gab es z.B. hinsichtlich der iOS App von Zoom, die Daten mit Facebook teilte. Besonders kritisch war eine Lücke in der Desktop App von Zoom zu bewerten, mit der Anmeldepassworte des Betriebssystems über unc-Links ausgelesen werden konnten. Ein Aufmerksamkeitstracking, dass in früheren Versionen der Software zugeschaltet werden konnte, wurde inzwischen ganz entfernt. Auch die Schwächen in der Verschlüsselung wurden in der aktuellen Version 5.x der Software behoben. Inzwischen kann man davon ausgehen, dass Zoom ebenso sicher wie vergleichbare Produkte anderer Anbieter ist. Zum Abschluss wies er auf die Handreichungen zum Datenschutz hin, die der Service Digitales Lernen und Lehren breit stellt. Hierbei handelt es um Informationen zur Nutzung von Zoom für Lehrende und Studierende, also aus beiden Perspektiven. Ergänzt wird die Sammlung durch Hinweise zum Persönlichkeitsrecht bei Bild-/Tonaufnahmen in virtuellen Lehrveranstaltungen.

In der anschließenden Diskussion wurde vor allem zwei Themenbereich adressiert: Datenschutz bei Videokonferenztools sowie die Frage von rechtssicheren Prüfungen in der aktuellen Phase des virtuellen Semesters. Zusätzlich wurden auch Erfahrungen zu beiden Themenbereichen aus der virtuellen Praxis ausgetauscht. Details zur Diskussion finden sich wie immer im Protokoll des Treffens, das auch über StudIP und Owncloud zur Verfügung steht.

Nächstes Treffen Praxisnetzwerk DLL in der Philosophischen Fakultät am 07.05.2020, 12:15-13:45 Uhr virtuell in BBB: Datenschutz und aktuelle Entwicklung der digitalen Lehre im Zeichen der COVID19 Pandemie

Das nächste Treffen unseres Praxisnetwerks DLL in der Philosophischen Fakultät findet am Donnerstag, den 07.05.2020 von 12:15 -13:45 Uhr aufgrund der COVID19 Krise virtuell statt. Das Thema diesmal ist: Datenschutz und aktuelle Entwicklung der digitalen Lehre im Zeichen der COVID19 Pandemie. Zum Input kann noch beigetragen werden (bitte ggf. melden). Ausserdem gibt es eine offene Sprechstunde für alle diejenigen, die sich über die virtuelle Lehre informieren oder sich über die bisherigen Erfahrungen austauschen wollen.

Wir freuen uns auf interessante virtuelle Diskussionen! Die Ergebnisse des letzten Treffens vom 26.03.20 (Einführung in die Nutzung der  Video-Box) finden sich in folgendem Post.

Bericht vom virtuellen Praxisnetzwerk DLL: Einführung in die Nutzung der Video-Box (SUB)

Das Treffen des Praxisnetzwerks fand diesmal aufgrund der COVID19 Pandemie nicht wie üblich im Großen Seminarraum in SUB sondern virtuell statt. Je nach Dauer der Kontakteinschränkungen wird auch der nächste Termin im Mai ggf. per Videokonferenz stattfindet.

Nach einer kurzen Vorbesprechung zu den Themen der kommenden Treffen stellte Damla Yildirim die VBox vor. Anhand der folgenden Folien führte sie die Gruppe in die Benutzung der Video-Box ein, die sich im Erdgeschoß der SUB befindet und zur Zeit aufgrund der COVID19 Pandemie leider nicht benutzt werden kann. Die Folien illustrieren die Ausstattung der Box und die zur Verfügung stehende Software. Neu hinzugekommen ist das Open Source Programm OBS Studio als Alternative zur etablierten Camtasia Software. Als Auszeichnungssoftware für Sprache stehen Audacity und der Sprachrekorder von Windows zur Verfügung. Es ist möglich, Folien zu präsentieren und dabei auch handschriftliche Anmerkungen zu machen, die dann mit im Video aufgezeichnet werden. Eine PTZ Kamera erlaubt die Aufzeichnung des eigenen Bildes, das z.B. in das Video als PIP eingeblendet werden kann. Eine Dokumentenkamera bietet die Möglichkeit, animierte Figuren zu legen oder einfach analoge Materialien zu integrieren. Ein Teleprompter unterhalb der Kamera ermöglicht das Ablesen von Text in verschiedenen Geschwindigkeiten, die man einstellen kann. Die Box eignet sich damit besonders zur Aufzeichnung von E-Lectures (Erklärvideos) in den unterschiedlichsten Formaten: Screencast, Slidecast, Whiteboard-Stil, Lege- und Zeichentechniken, Videopodcasts usw. Damit können unterschiedliche eigene Lernmodule, z.B. für die Verwendung in StudIP, erstellt werden. Der Zugang zur Box kann über den gleichnamigen StudIP Kurs gebucht werden. Die Schlüssel zur Kabine müssen bei DLL im Blauen Turm abgeholt und zurückgebracht werden. In der Diskussion wurde auch die aktuelle Perspektive für digitale Lehre im kommenden Sommersemester (2020) erörtert. Die ursprünglich geplante Begehung der Kabine muss aus naheliegenden Gründen entfallen.

Ein Protokoll des Treffens kann hier eingesehen werden. Weitere Informationen zur VBox auch in diesem Blogbeitrag.

  • Nächstes Treffen: Donnerstag, 07.5.2020, 12:15 – 13:45 Uhr (Input: N.N.: Datenschutz und aktuelle Entwicklung der digitalen Lehre im Zeichen der COVID19 Pandemie in Göttingen“. Siehe hierzu auch: https://www.uni-goettingen.de/de/623412.html

Prolegomena zu einer Kritik der Digitalisierung

In unserem Praxisnetzwerk DLL an der Philosophischen Fakultät haben wir bei der Suche nach Themen sehr schnell auch kritische Fragen nach Folgen und Konsequenzen der Digitalisierung gestellt und in unser Portfolio von Themenvorschlägen aufgenommen:

Digitalität als kulturelle Praxis / 
kritische Digitalwissenschaften /
gesellschaftliche Konsequenzen von Digitalisierung bedenken

In einer der kommenden Sitzungen wollen wir dieses Thema aufnehmen und miteinenander diskutieren. Ich tituliere diesen Blogeintratrag als eine Vorrede (Prolegomena) dazu, um damit anzudeuten, dass es schwierig ist, mitten aus einem laufenden Prozess heraus den notwendigen Abstand zur Betrachtung dieses Phänomens zu gewinnen und die eigentliche wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Thema wohl erst mit einiger Distanz möglich sein wird. Zudem ist es auch eine Vorrede zu eben dieser kommende Sitzung, auf der wir uns dann direkt zur Fragen der kulturellen Praxis der Digitalisierung im Kontext von Hochule, Lehre und Studium beschäftigen wollen. Im folgende beginne ich daher eine offene Sammlung von Quellen und Informationen, die den Prozeß der Digitalisierung kritisch betrachten und auf mögliche Gefahren und Probleme hinweisen. Jeder kann dazu gerne mit Kommentaren oder direkt über ein Konto auf dieser Seite beitragen.

Zunächst konkret zur digitalen Lehre. Unter der Überschrift „Digitale Lehre ja, aber…“ veröffentlichte Wolfgang Schmitz am 28. Juni 2019 einen Text in den VDI-Nachrichten. Im Untertitel liest man: „Die Digitalisierung des Studiums schreitet voran. Der Wandel bleibt aber ohne Bildungseffekte, wenn die Frage ‚Wozu der Aufwand‘ nicht beantwortet wird.“ Mehr dazu unter folgender URL:

Einen weiteren spannenden Artikel habe ich heute über Microsoft News gefunden: Oliver Voß hat am  22. Februar 2020 im Tagesspiegel über Tristan Harris, einen ehemaligen Google Entwickler geschrieben und stellt fest: „Wir sind auf dem Weg ins digitale Mittelalter“.

Eine Foliensammlung illustriert die Warnungen von Harris eindringlich:

http://minimizedistraction.com/

Warum fragt heute noch eine App, ob sie Pushnachrichten senden darf? Natürlich darf sie nicht! Alleine die Idee der Pushnachricht ist – außer vielleicht bei einer Katastrophenwarnung – nicht mehr zeitgemäß und das permanente Erheischen von Aufmerksamkeit führt zu dauernden Unterbrechnungen und Ablenkungen. Warum wir trotzdem gerade zu süchtig nach Neuigkeiten und virtueller Interaktion sind, verdeutlichen die oben genannten Folien auf minimalizedistraction.com.

Nächstes Treffen Praxisnetzwerk DLL in der Philosophischen Fakultät am 26.03.2020, 12:15-13:45 Uhr virtuell im DFNconf: Einführung in die Nutzung der Video-Box (SUB)

Das nächste Treffen unseres Praxisnetwerks DLL in der Philosophischen Fakultät findet am Donnerstag, den 26.03.2020 von 12:15 -13:45 Uhr aufgrund der COVID19 Krise virtuell statt. Das Thema diesmal ist: Einführung in die Nutzung der Video-Box (SUB). Den Input wird Damla Yildirim (DLL) vorbereiten.

Wir freuen uns auf interessante virtuelle Diskussionen! Die Ergebnisse des letzten Treffens vom 23.01.20 (How social annotation can augment learning: insights from the ICAP model) finden sich in folgendem Post.

Bericht vom Praxisnetzwerk DLL am 23.01.2020: How social annotation can augment learning: insights from the ICAP model.

Das Treffen fand im Januar erstmalig als Videokonferenz statt und beschäftigte sich mit dem Einsatz von Tools wie „Lacuna Stories“ oder „hypothes.is“ im Hochschulunterricht, die „soziale“ Annotationen an Texten oder Webseiten erlauben. Den Input und theoretischen Unterbau zur Verwendung solcher Tools lieferte Jan Frode Hatlen (NTNU Norwegen). Das Treffen fand in englischer Sprache statt und die Videokonferenz wurde mit Logitech-Group Hardware per DFNconf durchgeführt.

Nach der Vorstellungsrunde stieg die Gruppe sofort inhaltlich in das Thema „Soziales Annotieren“ ein. Dabei geht es um Systeme, die eine gemeinsame Annotation von Texte erlauben und verschiedene Möglichkeiten zur Kollaboration für Studierende und Lehrende bereitstellen. In einem kurzen vergleichenden Blick auf die Situation in der Lehre an Norwegischen und Deutschen Universitäten konstatierte Jan Frode Hatlen eine Bewegung von der Vorlesung hin zu gemischten und interaktiven Lernmethoden. Mit Bezug auf Studien von Donovan & Bransford et al. erläuterte er die Vorteile eines „metakognitiven“ Ansatzes in der Lehre, der Studierenden helfen kann, Kontrolle über den Lernprozess zu erlangen, indem sie Lernziele definieren und den Fortschritt aktiv beobachten. Dabei liegt der Fokus auf dem Lernergebnis. Im ICAP Ansatz (Interactive, Constructive, Active, Passive) spielt die Interaktion als Wegbereiter für einen aktiven und tiefgreifenden Lernprozess eine wichtige Rolle.

An diesem Punkt setzen interaktive Annotationswerkzeuge an, die den Lernenden neue Möglichkeiten zur Interaktion mit dem Material, z.B. Texten, geben. Jan Frode Hatlen erläuterte das am Beispiel der Nutzung von Lacuna Stories (http://www.lacunastories.com/), einem serverbasierten Annotationswerkzeug, das vor einigen Jahren von der Universität Stanford entwickelt wurde. Es erlaubt Annotationen in Texten anzubringen und über diese dann gemeinsam in der Gruppe zu diskutieren. Die zur Verfügung stehenden Ansichten gehen dabei deutlich über die Möglichkeiten von geteilten Dokumenten wie Google Docs oder ähnlich hinaus. Die Nutzung kollaborativer Annotationstools befördert den Dialog zwischen den Studierenden und zwischen Studierenden und Lehrenden. Gemeinsam können neue und tiefer gehende Einsichten und Interpretationen entstehen. Diskussion und Argumentation werden eingeübt und bestehende Wissensbestände werden besser aktiviert und helfen, die neuen Informationen einzuordnen.

Weitere Beispiele für solche sozialen Annotationswerkzeuge sind hypothes.is oder NowComment, mit dem Webseiten annotiert werden können. Informationen über weitere Werkzeuge bietet die Seite Tools (https://digiphilfak.uni-goettingen.de/tools/ ) und das Wiki unter dem Stichwort Lacuna Stories: https://digiphilfak.uni-goettingen.de/enzyklopaedie/lacuna-stories/ . Die Folien des Vortrags sind wie üblich online und über OwnCloud sowie StudIP verfügbar.

Siehe auch:

  • Ghadirian, Hajar & Salehi, Keyvan & Mohd Ayub, Ahmad fauzi. (2018). Social annotation tools in higher education: A preliminary systematic review. International Journal of Learning Technology. 13. 130. 10.1504/IJLT.2018.092096.
  • A. Krouska, C. Troussas and M. Virvou. (2018) „Social Annotation Tools in Digital Learning: A Literature Review,“9th International Conference on Information, Intelligence, Systems and Applications (IISA), Zakynthos, Greece, 2018, pp. 1-4. doi: 10.1109/IISA.2018.8633609
    URL: http://ieeexplore.ieee.org/stamp/stamp.jsp?tp=&arnumber=8633609&isnumber=8633585

Das nächste Treffen findet Donnerstag, den 26.3.2020, von 12:15 – 13:45 Uhr statt. Den Input bereitet Damla Yildirim (DLL) vor.  Es geht um eine „Einführung in die Nutzung der Video-Box (SUB).

 

Bericht vom Praxisnetzwerk DLL am 21.11.2019: „Digitale Kompetenzen für Studierende“

Diesmal wurde der Input für das Praxisnetzwerk von Dirk Lanwert (DLL) , dem Teamleiter des E-Learning Teams der Universität, vorbereitet. Er präsentierte zunächst einige Folien mit Informationen zum Katalog der Digitalen Kompetenzen, der 2016 von der KMK verabschiedet und in Göttingen weiter ausdifferenziert wurde. In Göttingen werden konkret vor allem vier Ziele bei der Digitalisierung von Studium und Lehre verfolgt: die Vermittlung digitaler Methoden, die Stärkung von Internationalisierung und die Anpassung an Diversität durch Digitalisierung (Digital im Dreiklang), der Einsatz von digitalen Medien in Studium und Lehre sowie die Stärkung der digitalen Kompetenzen der Studierenden. Dabei werden die sieben Themenfelder digitaler Kompetenzen berücksichtig: Information, Kommunikation, Medien, Data Literacy, Informationstechnologie, Querschnittsthemen, Sonstiges. Aus diesen Themenfeldern ist eine Matrix von sechs Kompetenzfeldern mit eben diesen sieben Themen entstanden (Vgl. auch https://www.uni-goettingen.de/de/digitale+kompetenzen/609498.html )

In der Diskussion wurden Übersichtlichkeit und Einsatzmöglichkeit der Matrix thematisiert. Es stellte sich dabei die Frage, wie wir den Kulturwechsel hin zur digitalen Kultur organisieren können. Wie kann DLL z.B. im Prozess der Systemakkreditierung stärker berücksichtigt werden? Eine weitere Möglichkeit wäre die Willensbildung über ein Digitalisierungskonzept für die gesamte Fakultät, das sich zurzeit in Vorbereitung befindet. Ebenso wäre die Verbindlichkeit der Angebote im Studium hilfreich, um den Kulturwechsel voran zu bringen.

Der anschließende zweite Teil des Inputs wurde interaktiv gestaltet, indem gemeinsam der Frage nachgegangen wurde, wie „die Ethik in den Rechner komme“. Dirk Lanwert illustrierte dies am Thema maschinelles Lernen. Weitere Informationen finden sich dazu im  Protokoll_Praxisnetzwerk_21_11_19.

Das nächstes Treffen findet am Donnerstag, 23.1.2020, 12:15 – 13:45 Uhr statt. Input via Videokonferenz: Jan Frode Hatlen – How social annotation can augment learning: Insights from the ICAP model.) Dieses Treffen wird in Englischer Sprache stattfinden.

Game Day Göttingen: 23. November 2019 im Kulturzentrum musa in Göttingen

Im Nachklang zu unserem Praxisnetzwerk zu „Serious Games“ hier ein Hinweis von Alexandra Schreiber bzw. Thomas Kirchberg von der Landesarbeitsgeinschaft Film und Jugend e.V.  zum nächsten Game Day in Göttingen:

„Der Game Day Göttingen mischt Workshops, Fortbildungen, Kreativlabore und Kulturveranstaltungen für alle Altersgruppen. Fachkräfte können dabei einen Einblick erhalten, wie digitale Games sich zum Thema machen oder gar als Werkzeug in der Bildungsarbeit nutzen lassen. Kinder und Jugendliche lernen, dass Games nicht nur konsumiert, sondern auch gestaltet werden können und erhalten Anregungen dazu, sich – analog und digital – kreativ zu betätigen.

Von 13:30 bis 17:30 Uhr beschäftigen sich sechs gleichzeitig stattfindende Workshops mit folgenden Themen: Games in der Bildungsarbeit, Mit Bananen Katzen steuern – Game-Design mit Scratch und Makey-Makey, Räume gestalten mit der 360-Grad-Kamera, Stille Wasser – ein Pen & Paper-Workshop in der Welt des Witcher, Crash Loyale SchnickSchnackSchnuck (findet um 13:30, 15:00 und 16:30 Uhr statt) und Draw Your Game – Digitale Spiele selbst machen! Anmeldungen für die Workshops sind unter gamedays@lag-jugend-und-film.de möglich und erforderlich.

Um 18 Uhr folgt der Vortrag Challenging the Comfort Zone: Serious Games als Next Level für interkulturelle Trainings von Alexandra Schreiber, M.A. (Universität Göttingen). Ab 19 Uhr lädt eine LAN-Party für Eltern von der Landesstelle Jugendschutz zum Ausprobieren ein. Während der gesamten Zeit können in der Atelieretage (EG) der musa Spiele kennengelernt und ausprobiert werden (Hands on Games). Um 20 Uhr schließt der Film „OFFLINE – Das Leben ist kein Bonuslevel“ den Game Day langsam ab.

Die Workshops des Game Days Göttingen werden dabei gestaltet von MedienpädagogInnen der LAG Jugend & Film Niedersachsen e.V., der Inititiave Creative Gaming, des Vereins Blickwechsel e.V. sowie anderen Fachkräften, Kreativen und Aktiven vor Ort.

Das Projekt ist eine Kooperation der LAG Jugend & Film Niedersachsen e.V. mit dem Kulturzentrum Musa und wird gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur sowie von der Stiftung Gaming Aid e.V.

Mehr Informationen zu den Game Days finden sich unter www.lag-jugend-und-film.de/game-days sowie in diesem Flyer. „